Gewonnen!

Dienstag, 18.08.09

Auch ich darf ab und an mal Glück haben. Und jetzt war es mal wieder so weit. Ich habe ein Blog Giveaway gewonnen. Sharon Williams hat diese süßen Scherzo-Ohrringe verlost. Danke, habe mich wirklich gefreut, denn das Pink ist schon verdammt cool :)

(Die Bilder stammen aus Sharons Blog)

Vielleicht traue ich mich ja bei Gelegenheit sogar man selbst VOR die Kamera und poste ein Foto von mir mit diesen Schmuckstücken am Ohr…
Wer Interesse an dieser Art von Schmuck hat, kann ja auch mal einen Blick Sharons Etsy-Shop Shazzabeth Creations werfen. Neben tollen Chainmaille-Stücken verkauft sie auch atemberaubende Anhänger…

Das Buch “Wirework” von Dale Armstrong

Sonntag, 16.08.09

(I posted this review in english on JewelryLessons, too)


Teil 1: Fakten, Fakten, Fakten

Titel: “Wirework - An Illustrated Guide To The Art Of Wire Wrapping”

Autor: Dale “Cougar” Armstrong

Verlag: Interweave

Seitenzahl: 128

aktueller Preis: 16,99 EUR

-Teil 2: Die enthaltenen Projekte

Ringe:

  • Free-form Orbit Ring
  • Crystal Wave Ring (eine variante the bekannten “Wave Ring”)
  • Filigree Pearl Ring (dieses Projekt war der Grund, warum ich das Buch gekauft habe… Zwei Bilder und ich war verzaubert)

Armbänder:

  • Chevron Base Bracelet (ein Basis-Armband das unverzichtbar ist, mit Öffnung für große Schmuckstücke, oder ohne für schlichte Armreifen)
  • Ornate Cabochon Bracelet Topping (Teil des Projekts auf der Titelseite - ein unglaubliches Stück)
  • Beads All Around Clasp Bangle (Armreif mit vielen kleinen Steinen)

Ohrringe:

  • Angel Chandeliers (sehr süße Chandeliers die nur entfernt an Engel erinnern)
  • Gem Drops (mit facettierten Steinen)
  • Sparkle Earrings (Ein Großteil dieses Projekts ist auch in der Vorschau zu finden. Hier wird die Benutzung von Snapsets gezeigt.)

Anhänger/Colliers:

  • Mixed Wire Cabochon Fish (ein Goldfisch-Anhänger, süßes Stück)
  • Orbit Prong Gemstone Pendant (ein Wahnsinnsteil, großer eckiger Stein in Krappenfassung)
  • Drop Necklace Base (ein Basistück für ein Collier…)
  • Gemstone/Cabachon Drop for Attachment (Edelsteinanhänger für das vorher genannte Collier)
  • Neck Collar (ein ganz schlichter Halsreif, leider wahrscheinlich sehr steif, deshalb muss da die Größe genau stimmen)

Bonus-Projekt: Filigree Flower (eine schöne Blüte aus Draht, die z.B. eine schöne Brosche ergibt.)
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Teil 3: Bewertung und Kommentar

Ich hätte niemals gedacht, dass ich mal ein Buch über das Schmuck Basteln kaufen würde. Alles andere habe ich bisher aus Online-Quellen gezogen, aus kostenlosen und ein paar wenigen gekauften Tutorials.  Aber diese Vorschau und ein paar Bilder haben mich überzeugt.

Es ist auf jeden Fall kein Buch für Anfänger. Grundlegende Techniken wie z.B. das Bündeln von eckigem Draht oder den Umgang mit einer sog. “pin vise” setzt Dale Armstrong voraus.
Als Anfänger würde man dieses Buch wohl aber auch nicht kaufen, denke ich, also ist das OK.

“Wirework” bietet dem Leser eine schöne Auswahl an Projekten: Anhänger, Ohrringe, Ringe, Armbänder,…
Die Anweisungen sind klar, die Bilder gut und oft (wenn auch nicht immer) selbsterklärend. In manchen Fällen wäre zwischen zwei bebilderten Schritten noch ein Zwischenschritt schön gewesen, aber ein konkretes Beispiel kann ich nicht nennen - ist nur so ein Gefühl.

Die Werkzeuge, die benutzt werden sich eigentlich die, die allgemein beim Abeiten mit Draht benötigt werden, besonder Wekzeuge muss man also nicht kaufen. Dale Armstrong zeigt aber einige besondere Werkzeuge wie die 3-Stufen-Rundzange oder eine Ösenzange.

Neben den eigentlichen Projekten gibt es auch einige schöne EInführungen in Drahstärken, -formen und -härtegrade und spezielle Werkezeuge.

Die Kapitel beginnen mit einegen allgemeinen Worten zum Thema. Hierbei handelt es sich um Tips zum erreichen der richtigen Größe bei Ringen, zum Formen von Armreifen,… usw.

Dale Armstrong benutzt Vierkant- und Halbrunddraht in verschiedenen Stärken und Härtegraden. Alle Projekte benötigen Vierkantdraht, viele davon auch Halbrunddraht. Nur sehr wenige Projekte könnten auch mit rundem Draht funktionieren  (obwohl ich genau weiß, dass es da draußen Schmuckbastler gibt, die Cabochons sehr gut in rundem Draht fassen können - normalerweiße macht man es mit Vierkantdraht).
Die “Sparkle Earrings” könnten mit rundem Draht funktionieren, allerdings kann man dann den Draht nicht twisten.

Das Buch befasst nicht nicht nur mit Perlen, oder nur Cabochons, sondern zeigt Projekte für alle Arten von Steinen, sogar Snapsets mit facettierten Steinen werden benutzt, was ich vorher noch nicht oft gesehen habe.  Snapsets sind einfacher Weg zu einem professionellen Look, es macht Spaß sie zu benutzen, aber manche Leute sehen die kleinen Teile als Mogelei ;-)

Was mir an diesem Buch besonders gut gefallen hat,  sind die Projekt die zu fertigen Designs kombiniert werden können.  Das “Chevron Base Bracelet” ist nur ein Basis-Armband, das je nach Wunsch verziert werden kann - oder mit dem “Ornate Cabochon Bracelet Topping”. An das Basis-Collier “Drop Necklace Base” kann man einfach nur ein paar Perlen dranhängen oder die “Gemstone Drops for Attachment”…

Was ich auch noch gut fand: Maße werden nicht nur - wie Büchern aus den USA üblich - in Inch angegeben sondern auch in dem uns bekannten metrischen System.

Neben den Anleitungen gibt es immer auch Bilder von Variationen und einige Designideen.

Eine Empfehlung? Ja, für Fortgeschrittene auf jeden Fall.

Website der Woche: Blue Buddha Boutique

Sonntag, 02.08.09

“Chainmailling our world one ring at a time” ist der Slogan dieses Online-Shops. Bei Blue Buddha Boutique gibt es alles, was man fürs Chainmailling braucht, nicht nur die Ringe, sondern auch Werkzeug, Verschlüsse, Bücher und Anleitungen.

Es gibt gute Hilfen für Einsteiger, und wenn man aus Ringgrößen-Tabelle, Gauge-Zahlen, Aspect-Ratio etc. pp doch nicht ganz schlau wird, hilft das Team gerne auch per Mail weiter.u

Die Ringe sind erhältlich ich vielen verschiedenen Materialien: Aluminuim, Messing, Kupfer, Edelstahl, Niobium und natürlich Sterling Silber. Auch schön sind die farbig eloxierten Alu- und Niobium-Ringe…

Für einen Chainmaille-Einsteiger auf der Suche nach Ausrüstung ist dies mit Sicherheit die beste Seite.

Back to the Roots und auf zu neuen Ufern!

Mittwoch, 29.07.09

Ich fand diese Idee von Laura Pacino wirklich toll: nimm ein einfaches Chainmaille-Muster und kombiniere es mit einem aufgefädelten Strang Perlen.  Es gibt hierzu auch ein Tutorial. Benutzt habe ich es nicht - warum auch? Inverted Round Maille konnte ich (dafür gibt es eine  schöne Anleitung bei CGMaille ), und diese Perlen würde ich da schon irgendwie reinkriegen! Problemlösendes Denken hab ich schließlich studiert!

Es war nicht ganz so leicht, wie ich gedacht hatte. Das Chainmaille-Muster habe ich um einen Metallstab herum gewebt und danach die gewebte Röhre über die aufgezogenen Perlen gezogen. Und die haben sich teilweise ganz schön gewehrt… Irgendwann waren die Perlen dann tatsächlich drin… Nächster Schock: meine Crimps sind silberfarben, die Biegeringe habe ich aber in kupferfarben gemacht! Da ich keine Crimpcover in kupfer hatte, als flugs eine kleine Spirale gemacht und als Kaschierperle missbraucht.

Dann war natürlich der Verschluss das nächste Problem - also auch hier war selbermachen die Devise.

An diesem Armband ist also alles was irgendwie möglich ist, selbstgemacht.  Das wussten sogar “meine Männer” (= mein Freund Gerald und unser Kumpel Max) zu würdigen.  Und sogar den Zusammenhang zu den alten Rittersleut (ja, so warns… *g*) haben sie selbst hergestellt, ohne das Wort “Chainmaille” gehört zu haben.  Respekt, Männer!

Das Hotel als Werkzeugkiste

Sonntag, 19.07.09

Als ich neulich wieder mal selbst Ohrhaken gemacht habe, ist es mir aufgefallen… Meine Werkzeuge stammen zum Teil aus Hotels. Natürlich nicht geklaut!

Die Einweg-Nagelfeile aus dem “Maritim” in Gelsenkirchen benutze ich seit Monaten, um Drahtenden zu glätten. Mittlerweile löst sie sich aber doch auf. Ich wollte sie im Hotel eigentlich unbeachtet und unbenutzt liegen lassen, aber ein abgebrochener Fingernagel hat mich eines besseren belehrt. Und benutzt wie sie war, hat sie dann sowieso mir gehört.

Und den Kugelschreiber hat mir mein Freund gegeben, er stammt aus dem “Sheraton” in Pittsburgh. Schreiben kann man damit nicht besonders, aber er hat mir beim Formen von Ohrhaken schon wertvolle Dienste geleistet. Er sieht zwar ziemlich dünn aus, aber es ergibt wirklich einen perfekt geformten Haken!

Und die Moral von der Geschicht: verachte Deines Hotels Geschenke nicht ;-)