Ich will keine Schokolade…

Sonntag, 29.11.09

…ich will lieber Schmuck! Wenn der Schmuck dann so ein bisschen nach Schokolade aussieht, umso besser.

Diese ganz einfachen Ohrhaken aus Tigerauge und dem braunen Vintaj-Draht haben schon etwas leicht schokoladiges. Das Design spukte schon länger in meinem Kopf, aber es hat nie wirklich funktioniert, wenn ich es ausprobiert habe.

Durch Zufall kam ich dann mal auf den Etsy Shop von rock’n'wrap, wo genau solche Ohrhaken als “Ear Candy” angeboten wurden. Das war der Grund, warum ich es noch mal probiert habe. Und tadah - dieses Mal hat es geklappt. Schokolade fürs Ohr, danke Eleanor (a.k.a rock’n'wrap) für den kleinen Tritt *g*

Ran an Omas Häkelnadel!

Donnerstag, 22.10.09

Das Häkeln hat nicht unbedingt den Ruf, “cool” zu sein. Wenn ich mich an meine Handarbeitslehrerin am Gymnasium erinnere, kommt mir in Sachen Häkeln (und Stricken, Sticken, Nähen, Seidenmalerei…) das kalte Grausen - und cool fand ich das auch nie. Mag an mir gelegen haben, vielleicht aber auch an den pädagogischen Fähigkeiten der Frau E.

Doch mit meiner Begeisterung für Schmuck habe ich auch ein kleines bisschen zum Häkeln zurückgefunden. Hier kurz zwei meiner gehäkelten Schmuckstücke. Das erste sind Ohrringe mit Edelsteinsplittern (Amethyst und Mondstein), sie wurden mit ganz einfachen Luft-/Kettenmaschen gemacht. Die Idee stammt urspünglich nicht von mir, sondern ich habe diese Ohrringe bei Etsy gefunden. Eigentlich ist es jedoch nichts anderes, als auch im Video von Auntie’s Beads (unten) gezeigt wird.

Diesen Armreif mit etlichen Süßwasserzuchtperlen habe ich mit festen Maschen gehäkelt und dann in einen Rahmen eingespannt.  Auf dieses Stück bin ich fast ein bisschen stolz… Hierzu gibt es bei JewelryLessons auch ein Tutorial.

Also auch mit Draht kann man häkeln.  Man muss nur ein paar Sachen beachten, die im zum Häkeln mit Garn unterschiedlich sind

  1. Der Draht
    Am besten geeignet sind Drahstärken von von 30 Gauge (0,25mm) oder 28 Gauge (0,32mm). Auch 26 Gauge (0,4 mm) kann noch verwendet werden, ist aber etwas schwieriger zu verarbeiten.
  2. Die Häkelnadel
    Trotz des doch recht dünnen “Fadens” sollte die Häkelnadel eher groß sein. Ich benutze eine Größe 5 und komme damit gut zurecht. Im Zweifelsfall immer eher eine Nummer größer als kleiner. Warum das ganze? Die Nadel formt die Masche, und beim Häkeln mit Draht sollen die Maschen groß und offen sein.
  3. Perlen einarbeiten
    Meistens will man ja Perlen oder Steine mit in das zu häkelnde Schmuckstück integrieren. Das ist viel leichter als es den Anschein hat. Man muss nur möglichst vorher entscheiden welche und wie viele, denn sie werden noch vor Beginn auf den Draht gefädelt, welcher möglichst noch an der Spule sein sollte. Man schneidet ja auch das Garn erst wenn man fertig ist vom Knäuel ab, oder?
    Wenn man dann an einer Masche angelangt ist, in der man gerne eine Perle hätte, wird die Perle nach vorne geschoben und der Draht hinter der Perle auf die Nadel gehakt und wie bei normalen Maschen durchgezogen. Damit wird die Perle mit durch die Masche gezogen - sie ist eingehäkelt!

Und da das alles immer so schwer zu berschreiben ist, verweise ich hiermit auf ein Karla Kam Video (bei YouTube eingestellt von AuntiesBeads), welches das wunderbar demonstriert. Es ist auf englisch, doch die Bildqualität ist gut und auch ohne Englischkenntnisse kriegt man ganz gut mit wie es geht.




Sie zeigt in diesem Video zwar nur das Arbeiten mit Luft- bzw. Kettenmaschen (Häkelprofis möchten mir eventuelle falsche Begriffe verzeihen…), doch wie mein Armreif zeigt, sind auch feste Maschen kein Problem, auch Stäbchen habe ich schon gesehen, aber noch nicht ausprobiert…

“So geil Berlin” - Ich mach dann mal Urlaub!

Donnerstag, 15.10.09

Die wahrscheinlich meistbesungene deutsche Stadt zieht mich wieder zu sich - zum dritten Mal fahre ich bereits nach Berlin, es ist und bleibt eine tolle Stadt.
Und jedes Mal erkunde ich einen anderen Aspekt der Stadt. Das erste Mal Berlin: Klassenfahrt, 10. Klasse. Mauer- und DDR-Museen, Reichstagskuppel und Großbaustelle, Spreerundfahrt mit Blick aufs Kanzleramt. Das typischen Studienfahrt-Programm eben.
Das zweite Mal war mehr Erkundung auf eigene Faust angesagt, zu Fuß von der Siegessäule zum Brandenburger Tor, Hotel in einer Seitenstraße des Kudamms, aber doch immer noch hauptsächlich Sightseeing.

Für dieses Mal planen wir die Dinge ein, die mir noch fehlen: ich war noch nicht im KaDeWe, nicht im Zoo (Knut samt neuer Münchner Freundin besuchen!) und auch noch nie richtig Shoppen in Berlin. Vielleicht schaffen wir es sogar ins Museum für Naturkunde - den Brachiosaurus anschaun.

Das Buch “Link It!” von Susan Thomas

Sonntag, 04.10.09

Teil 1 - Fakten

Titel: “Link It! - Colorful Chain Mail Jewelry with Rubber O-Rings”
Autor: Susan C. Thomas
Verlag: Lark Books
Seiten: 104
aktueller Preis: 13,99 EUR

Teil 2 - Projekte/Inhalt

Auf Grund der Tatasache, dass die Namen (”Rays of Sunshine”, “Turquoise Zigzag” oder “Turbulent Sea”) eher wenig über das Projekt selbst aussagen, werde ich mir eine Aufzählung der Namen ersparen.

Zählt man im Inhaltsverzeichnis, kommt man auf 26 Projekte (davon zwei, bei denen Armband und Ohrringe zusammen als ein Projekt betrachtet werden, also eigentlich 28). Davon sind 20 Armbänder, 4 Ohrringe und 4 Ketten, was doch vielleicht ein wenig einseitig ist.

Das Buch beginnt mit den Grundlagen, erklärt die Gummiringe, zeigt die benötigten Werkzeuge und normalen Techniken (Öffnen und Schließen eine gewöhnlichen Biegerings, wie hält man die Zangen richtig). Danach werden die drei in dem Buch benutzten Basiselemente gezeigt, aus denen sich letzen Endes alle Projekte zusammensetzen. Ergänzt wird das ganze noch durch einen Hinweis auf Shops, wo man die Materialien erhält (bzw. wo die Materialen im Buch herkommen) und einer Umrechnungstabelle Inch <-> mm.

Teil 3 - Meine Meinung

Für Chainmaille gibt es online jede Menge Anleitungen, teilweise kostenlos, teilweise auch nicht. Man kann sich auch eine Menge DVDs und Bücher darüber kaufen. Alles gut und schön. Als ich bei BlueBuddhaBoutique über Ringe aus Gummi gestolpert bin, wollte ich natürlich sehen, was man damit so alles anstellen kann.

Hier hat mich das Internet im Stich gelassen. Außer einem einfachen “Foxtail”-Muster fand ich keine kostenlosen Anleitungen. Was ich fand, war dieses Buch.  Nun bin ich eigentlich nicht der Mensch, der einfach so mal ein Buch kauft, aber hier bin ich über meinen Schatten gesprungen, denn ich wollte sehen, was man aus diesen Gummiringen so alles zaubern kann. Mit einem 10 EUR-Gutschein bewaffnet, den ich vor langer Zeit mal irgendwo bekommen hatte, habe ich also dieses Buch bestellt, und dann nach Erhalt entsprechend den Anleitungen mir ein paar Gummiringe in verschiedenen Größen und Farben besorgt.

Dieses Buch behandelt nicht das normale Chainmaille, das man so kennt (Byzantiner, Euro 4-1, die persischen Muster,…) sondern geht einen vollkommen anderen Weg. Ein großer Vorteil davon: Verschlüsse werden überflüssig!

Die Projekte sind zahlreich - ähneln sich aber teilweise sehr stark. Zumindest auf den ersten Blick. Wenn man sie dann selbst nachbastelt, bemerkt man dann doch, dass die Techniken unterschiedlich sind, nur die Ergebnisse sich ähneln. Leider benötigt man auch beim arbeiten mit Gummiringen sehr viele davon. Dafür geht es flott.

Leider benötigt man nicht nur sehr viele, sondern für einige Projekte auch sehr viele verschiedene Ringe (und wenn man sich an die Vorgaben halten will auch viele versch. Farben), so dass man im Extremfall bis zu 11 verschiedene Größen und Farben für ein einziges Projekt benötigt. Minimum sind 3.

Fazit:
Es ist mal etwas anderes als das ewige Ring auf, Ring zu. Die Techniken hauen mich persönlich nicht vom Hocker, teilweise erkennt man die Unterschiede der Projekte nur im Detail, aber es ist eine nette Abwechslung, ich könnte mir vorstellen, dass diese Art Schmuck besonders bei Kindern beliebt sein könnte (weil schön bunt). Wenn man nur nicht so viele verschiedene Sachen brauchen würde…

Empfehlung? Nicht uneingeschränkt, aber wer mal was anderes ausprobieren will…. Ja

Video der Woche: Half Persian 3 in 1

Montag, 24.08.09

Ein schönes anschauliches Video, das an Hand von Duschvorhang-Ringen das Chainmaille-Muster “Half Persian 3-1″ zeigt. Der Macher spricht englisch, aber es ist zum einen gut verständliches Englisch und zum anderen ist das Video von der Qualität her gut genug um auch ohne etwas zu verstehen, den Anweisungen zu folgen.

Ok, ich muss zugeben, ich bin an diesem Muster immer noch am Verzweifeln… aber wenn ich es mir diesem Video nicht lerne, dann nie…

(YouTube-Video, dort eingestellt von highlandchains)