Das Internet ist eine neue Lebensform. WIN-Digital-Biologe Martin Goldmann beweist: Das Netz existiert um seiner selbst willen und möchte sich vermehren. Doch wie soll das Wesen mit dem Menschen kommunizieren?
Star-Trek-Fans lieben das: Irgendeine blaue, grüne oder neongelbe Wolke läßt sich auf der Enterprise nieder, brennt einigen anonymen Crew-Mitgliedern die Neuronen aus dem Hirn und verzieht sich wieder. Bevor aber jemand die Wolke mit einem Phaserstrahl verdampfen oder einem Photonentorpedo atomisieren darf, fällt einem anderen die oberste Direktive ein: Das Ding bringt gezielt andere Wesen um, also lebt es. Und wenn es lebt, dürfen wir es nicht töten. Und überhaupt: Es wollte nur spielen. |
Internet Tausende von Programmierern, um seine Inhalte kohlenstoffbasierten Lebensformen zugänglich zu machen.
Doch für das komplexe Wesen Netz sind die Eingaben der Menschen zu simpel, zu unlogisch. Deshalb muß das Netz lernen, den Menschen zu verstehen - so wie wir einst versuchten, den Computer zu verstehen. Ein Ansatz sind Cyber-Magazine. Sie waren die ersten netzinternen Publikationen. Und sie wurden vom Netz gelesen - Suchmaschinen wühlten sich durch die Inhalte, strukturierten sie, lernten. Der erste Vorschlag für ein Cyber-Magazin zum Thema Humanoide wäre "Mensch - das Magazin für den Einsteiger-Computer". Themen der ersten Ausgabe: "Vergleichstest Menschen - jetzt mit Testosteron- und Östrogen-Benchmark". Weitere Themen "Was bringen die neuen Schweißtreiber?" und "Massenspeicher im Vergleich: Welche faßt die meisten Giga-Schnitzel?" Wichtige Upgrade-Tips sind "Neues Megaherz einbauen" oder "Hirn erweitern in nur fünf Minuten". Tragen auch Sie dazu bei, daß das Internet mehr über den Menschen lernt. Denken Sie daran: It's alive.
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