"Ich denke, also bin ich." Falsch! Schließlich existiert die EDV-Branche auch. WIN-immer-noch-nicht-Guru Martin Goldmann räumt mit philosophischen Vorurteilen gnadenlos auf.
Einst sagte Descartes: "Ich denke, also bin ich." Vermutlich hatte er nur einen wahnsinnigen Kater vom philosophischen Konvent am Vorabend und brabbelte diese Phrase beim Rasieren in den Spiegel. Aber alle Denker dieser Erde nehmen diese Aussage ernst, senken die Häupter und nicken heftig. |
Das Point & Click mit Maus und Icons degradiert uns zur digitalen Laborratte: Klicke ich hier, klappt's, klicke ich da, haut mir der Rechner eins über die Rübe. Schon die Höhlenmenschen kannten das Prinzip grafischer Oberflächen. Bill Gaaargh machte in der frühen Eiszeit ein Vermögen, indem er allen seinen Stammesmitgliedern befahl, vor der Jagd den angespitzten Holzstock zweimal auf das Jagdglück-Icon zu donnern. "Uugh & Click-Interface gut für alle. Viele Antilopen an Fingerspitze!" An diesem steinzeitlichen Niveau wird sich nicht viel ändern. Im Gegenteil, es kommt noch schlimmer: Die Sprachsteuerung zwingt uns das Sprachverhalten eines Zweieinhalbjährigen auf. "Gehe zu Icon Winword - da, da. Starte Programm. Lade Test. Blöde Kiste." Und die sture Handschriften-Erkennung führt uns zurück in die 1. Klasse, als wir noch mit Pfötchengriff und farbiger Wachsmalkreide fleißig die Zeilen im Buch "Ele mele mule" ausfüllten. Bald sind wir nur noch blöde, brabbelnde, klickende und kritzelnde Computer-Idioten. Und dann sehen wir, ob Descartes recht hatte.
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