Drei Dinge treiben einem echten Mann Tränen in die Augen: Das Bier ist alle, Gladbach steigt ab oder die Lieblings-Zeitschrift wird eingestellt. Mit Trauerflor und schwarzem Humor schickt Martin Goldmann seinen letzten Gruß an die Leser.
Es gibt Tage, da verstummt selbst das Lästermaul eines hartgesottenen Kolumnisten: keine Bosheiten mehr, keine sanfte Ironie. Heute findet die letzte Schutzverletzung statt. Denn wo es kein Heft, da auch keine letzte Seite. Die WIN geht, eine Redaktion verabschiedet sich und ein (kleiner) Mythos stirbt. |
andere heuern bei der "Computer easy" an oder wechseln den Verlag. Ich trete auf den Balkon hinaus und lasse mir die feuchtschwere Nebelluft der Münchener Schotterebene um die Nase wehen. Manchmal gibt sogar der April vor, er wäre November. Es ist trübe draußen. Und die Luft trägt Schwaden der Selbsterkenntnis: "Klicken Sie auf Speichern" und "Die Bedienung ist gewöhnungsbedürftig" sind keine Sätze, derer man sich im Deutschunterricht kommender Jahrhunderte erinnern wird. Wundern Sie sich nicht, wenn Sie die WIN im nächsten Monat nicht mehr am Kiosk finden. Es wird ein anderes Magazin dort liegen. Vielleicht eines, das gerade neu auf den Markt gekommen ist, vielleicht ein altes, das es schon seit vielen Jahren gibt. Jetzt steht der allerletzte Schritt an im Dauerworkshop WIN: Drücken Sie [Alt] + [F4] und schließen Sie langsam das Heft. Vielleicht legen Sie die letzte WIN beiseite und schauen in zehn Jahren noch einmal hinein. Sie werden sich bestimmt darüber amüsieren, welche Probleme und Themen wir Computer-Leute 1999 hatten. Bis zum nächsten Mal - wir hoffen, Sie hatten Spaß mit uns und konnten viele Anregungen umsetzen. Es war schön, für Sie Themen zu sammeln, zu recherchieren, zu schreiben und Monat für Monat ein wirklich gutes Computer-Magazin an den Kiosk zu bringen.
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