Noch drücken sich die Krankenkassen vor der offiziellen Anerkennung, doch die Berufskrankheiten bei PC-Anwendern sind längst nicht mehr zu übersehen. Martin Goldmann kennt sie alle.
Jetzt wissen wir es: Es gibt ein Information Fatigue Syndrome - auf neuhochdeutsch "Informationsermüdungssyndrom". Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, daß der durch Computer und Internet verursachte Informationsüberfluß Folgen hat: Schlafstörungen und Konzentrationsmängel bis hin zur totalen Verweigerung der Informationsaufnahme. |
Symptome der Registry-Seeking-Illness, einer Folgeerkrankung der WIN.INI-Checking-Anormality. Schwerwiegender zeigt sich das Backspace-Language-Syndrome. Diese Sprachstörung kommt vor allem bei Tastatur-Autodidakten vor. Das immer wieder von der Backspace-Taste unterbrochene Schreiben wirkt sich auf das Sprachzentrum aus. Die erkrankte Person neigt zum Stottern und verbessert sich buchstabenweise bei jedem zweiten Wort. Bislang unheilbar ist die Log-on-Phobie, eine typische psychosomatische Erkrankung bei Internet-Surfern. Angstzustände vor dem Verbindungsaufbau gründen sich auf traumatische Erfahrungen mit plötzlichen Leitungsausfällen und stundenlang erscheinenden Meldungen wie Überprüfen der Kontoinformationen oder Verbindung zu XXX wird aufgebaut. Die Folgen sind Apathie, Kopfschmerzen und wiederholter Durchfall. Experten erwarten ein ähnliches Desaster wie im Falle der US-Zigaretten-Multis, deutsche Gesundheitspolitiker planen Warnhinweise auf Installations-CDs der Online-Dienste. Fragen Sie also Ihren Arzt oder EDV-Berater, bevor Sie das nächste Mal den Computer einschalten und online gehen.
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